MOBILITÄTSHILFEN – NEHMEN SIE AM AKTIVEN LEBEN TEIL, DIESE SENIOREN HILFSMITTEL ERMÖGLICHEN ES IHNEN

Sich bewegen, laufen, Treppen steigen und schwere Einkaufstaschen tragen. Was für einen jungen Menschen selbstverständlich ist, wird für Senioren schnell zur physischen Höchstbelastung. Schmerzende Gelenke, Atemprobleme und ein gestörter Gleichgewichtssinn machen selbst den Gang zum Bäcker um die Ecke zur Tortur. Allein der Gedanke an den Wocheneinkauf im Supermarkt gleicht einem Alptraum.
Lassen Sie es nicht soweit kommen. Um mit körperlichen Beeinträchtigungen unternehmungslustig zu bleiben, gibt es zahlreiche Hilfsmittel. Von einfachen Mobilitätshilfen bis zum elektrischen Rollstuhl; verschiedene Dinge und Geräte erleichtern den Alltag und erhöhen die Lebensqualität.
Sind Sie mit zunehmendem Alter mehr und mehr auf eine Mobilitätshilfe angewiesen, sollte diese in erster Linie leicht zu gebrauchen, sicher und bequem sein.

Die simpelste Mobilitätshilfe ist der Gehstock oder die Unterarmgehstütze (Krücke) mit Handgriff, Schiene und Armschale für den Unterarm.
Die Erweiterung findet sich im kippsicheren, höhenverstellbaren Gehgestell, auch Gehrahmen genannt. Es besitzt einen umlaufenden Haltegriff und entweder vier Füße oder zwei Füße und zwei Rollen.

* Preis wurde zuletzt am 3. Juni 2017 um 11:34 Uhr aktualisiert

MIT EINEM ROLLATOR KAUFEN SIE EIN HOHES MASS AN STABILITÄT

Der Rollator ist ein Gehwagen mit vier Rädern und zwei Schiebegriffen. Als kleiner Bruder des Rollstuhls ist er eine preiswerte und praxistaugliche Mobilitätshilfe.
Die meisten Rollatoren verfügen über einen praktischen Gepäckkorb sowie eine Sitzfläche, die Entspannungspausen ermöglicht.

Der Rollator wurde im Übrigen 1978 in Schweden von der gehbehinderten Aina Wifalk erfunden. In Deutschland wird er ab dem Anfang der 90er Jahre angeboten.

Wenn Sie einen Rollator kaufen, kommt es auf diese Qualitätsmerkmale an:

1. Das Modell

  • Liegt das Gewicht trotz stabiler Bauweise unter 10 kg und wie hoch ist die Nutzlast?
  • Lassen sich die Haltegriffe leicht in der Höhe verstellen und sind sie ergonomisch geformt?
  • Befinden sich Reflektoren an gut sichtbaren Stellen?

2. Die Räder

  • Besitzen sie ein rutschsicheres Profil und können sie ausgetauscht werden?

3. Die Bremsen

  • Ist die Rad-Bremse gut über die Handgriffe zu erreichen?
  • Gibt es am Modell eine Feststellbremse?

4. Der Sitz

  • Ist er ausreichend breit und gepolstert?
  • Ist ein Rückenbügel zum Anlehnen vorhanden?

Falls Sie sich für eine klappbare Version entscheiden, erkundigen Sie sich nach der Handhabung sowie dem Platzbedarf im gefalteten Zustand. Weitere Informationen zu Rollatoren finden Sie hier.

* Preis wurde zuletzt am 31. Juli 2017 um 13:52 Uhr aktualisiert

DER MECHANISCHE- ODER ELEKTRISCHE ROLLSTUHL UND DAS ELEKTROMOBIL FÜE SENIOREN

Bevor Sie einen Rollstuhl kaufen, oder sich für ein Seniorenmobil entscheiden, bedenken Sie die Anforderungen an die Mobilitätshilfe in Hinsicht auf Ihren Gesundheitszustand, die Lebenssituation und den Verwendungs-Bedarf.

Rollstühle geben Senioren mit stark eingeschränkter Gehfähigkeit, bzw. durch eine Krankheit oder Operation geschwächten Personen, ein hohes Maß an Mobilität zurück.

Rollstühle mit Eigenantrieb, die vom Benutzer manuell bewegt werden, sind zum Bewältigen kurzer bis mittlerer Strecken geeignet. Bei Ausflügen und längeren Touren ist es ratsam, sich von einer Begleitperson schieben zu lassen, um Ihre Armmuskeln nicht zu überfordern.

Diese Kriterien sollten Sie beachten, wenn Sie einen Rollstuhl kaufen:

  • leichte und dennoch stabile Ausführung sowie robuste Federung,
  • Leichtgängigkeit und gute Fahreigenschaften,
  • sichere Bremsen,
  • vorhandene Reflektoren,
  • gepolsterter Sitz und Rückenlehne,
  • individuelle Verstellmöglichkeit von Sitzhöhe, Sitzbreite und Lehne,
  • wegklappbare Seitenteile und umklappbare Fußstützen,
  • mit Spritzschutz ausgestattete Räder,
  • passender Speichenschutz und umfangreiches Zubehör-Sortiment.

SOLL ES EIN ELEKTRISCHER ROLLSTUHL ODER EIN ELEKTROMOBIL FÜR SEINIOREN SEIN?

TIPP
Sämtliche elektrobetriebenen Mobilitätshilfen sollten stets mit einer Beleuchtungsanlage gem. StVZO, zusätzlichen Reflektoren, einem Rückspiegel und einer Hupe, Fanfare oder Klingel ausgestattet sein.

Elektrische Rollstühle und Seniorenmobile werden für den Innen- und Außenbereich angeboten. Darüber hinaus gibt es falt- oder klappbare Varianten, die problemlos im Kofferraum eines Autos Platz finden.

Der Antrieb erfolgt sowohl bei elektrischen Rollstühlen, als auch bei Seniorenmobilen durch einen batteriebetriebenen Elektromotor. Das passende Batterie-Ladegerät sollte im Lieferumfang enthalten sein.

Der elektrische Rollstuhl ist eine bequem zu bedienende Mobilitätshilfe, die Sie auch für große Wegstrecken vollkommen eigenständig benutzen können.
Mit der Entscheidung, einen motorisierten Rollstuhl zu kaufen, erweitern Sie Ihren Bewegungsradius enorm und entlasten Ihre Arme. Elektrische Rollstühle besitzen zwei Antriebsräder und zwei bis vier Lenkräder. In der Regel wird ihre indirekte Lenkung über einen Joystick gesteuert.

Ein Seniorenmobil, bekannt als Scooter, unterstützt Sie im Alltag, wenn Ihnen das Laufen über längere Distanzen Probleme bereitet. Bei diesen Mobilitätshilfen fällt die Kaufauswahl schwer, sie werden in einer Vielzahl von Varianten im Handel angeboten.
Wählen Sie beispielsweise zwischen einem Dreirad– oder einem Vierrad–Seniorenmobil.

Die Geschwindigkeitsklassen der führerscheinfreien Modelle unterteilen sich in 6, 12 und 15 km/h. Beachten Sie, dass für Elektromobile ab 6 km/h eine Betriebserlaubnis sowie eine Kfz-Haftpflichtversicherung, ähnlich wie für ein Mofa, verlangt wird.
Für Scooter, die ab einer Geschwindigkeit von 25 km/h zugelassen sind, besteht Führerscheinpflicht.

EINE MOBILITÄTSHILFE ZU NUTZEN – FÜR VIELE SENIOREN GEHÖRT EINE GROSSE MENGE MUT DAZU

Einige Senioren reagieren bestürzt, weil ihnen ihr Arzt oder ein Familienmitglied zu einer Mobilitätshilfe rät. Sie wollen Ihre Bewegungsbeeinträchtigung nicht öffentlich zur Schau stellen. Sie befürchten, von Freunden und Nachbarn gemieden, ausgegrenzt oder bemitleidet zu werden.
Jede Veränderung im Leben bedarf einer innerlichen Akzeptanz und Mut. Sich auf Neues, wie Senioren Hilfsmittel einzulassen, ist hierbei keine Ausnahme.
Die positiven Aspekte sind aber gewiss weitaus dominanter als eventuelle Bedenken, Scham und das anfänglich fehlende Selbstbewusstsein. Gerade, wenn es um die Nutzung einer Mobilitätshilfe geht, verdeutlichen sich die Vorteile mit großer Wahrscheinlichkeit schon nach einer kurzen Gewöhnungsphase. Denn mit der wiedergewonnenen Unabhängigkeit steigt das Selbstwertgefühl, die Angst vor Überlastung, Schwindelanfällen oder Stürzen verblasst und der Lebensalltag gewinnt an Attraktivität.